Mit dem Elektroauto auf Langstrecke: Reichweite, Ladestopps und Fahrzeit planen
Wer die reale Autobahn-Reichweite und den nächsten HPC-Stopp kennt, plant Pausen statt Reichweitenangst und kommt mit kalkulierbarer Fahrzeit an.
Für PKW, LKW, Motorrad und E-Fahrzeug
Reale Reichweite auf der Autobahn: Tempo, Wetter und Beladung
Die WLTP-Angabe im Prospekt entsteht bei rund 23 Grad, ohne Heizung und mit moderatem Tempo. Auf der Autobahn sieht das anders aus. Der ADAC und Reichweitentests zeigen rund 25 bis 40 Prozent weniger als WLTP bei Autobahntempo, im Winter unter null Grad sogar 30 bis 50 Prozent. Als Faustregel für die Planung rechnen Sie mit 70 bis 75 Prozent der WLTP-Reichweite. Tempo ist der größte Hebel: Wer 110 statt 130 km/h fährt, gewinnt oft 20 bis 30 Prozent Reichweite, weil der Luftwiderstand mit dem Quadrat der Geschwindigkeit steigt. Kälte kostet zusätzlich, weil Heizung und ein kalter Akku Energie ziehen. Dachbox, Anhänger und schwere Beladung erhöhen den Verbrauch spürbar. Verlässlicher als die Restreichweite im Display ist der Verbrauch in kWh/100 km: nutzbare Akkukapazität geteilt durch realen Verbrauch, mal 100.
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Ladestopp planen: wo an der Autobahn geladen wird
An deutschen Autobahnen laden Sie an HPC-Ladeparks (High-Power-Charging) von EnBW, IONITY, Aral pulse und Tesla Supercharger; dazu kommt das staatlich ausgeschriebene Deutschlandnetz mit rund 9.000 Schnellladepunkten in der Fläche und an den Autobahnen. Viele Säulen liefern 150 bis 350 kW. Der ADAC testet an einer 300-kW-Säule von Alpitronic, der verbreitetsten HPC-Säule in Deutschland. Wichtig: Teilen sich zwei Autos eine Säule, halbiert sich oft die Leistung, an einer 150-kW-Säule also rund 75 kW pro Fahrzeug. Stecken Sie nach Möglichkeit an einem freien Anschluss an. Planen Sie den Stopp so, dass Sie mit etwa 10 bis 20 Prozent Restladung ankommen und bei 80 Prozent wieder losfahren, denn darüber lädt der Akku unverhältnismäßig langsam. Bei Kälte hilft Vorkonditionieren: Ist die Ladesäule als Navigationsziel im Auto hinterlegt, heizt das Fahrzeug den Akku vor. Der ADAC misst beim VW ID.3 bei minus 7 Grad einen Start unter 50 kW statt 125 kW im Sommer.
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Gesamtfahrzeit mit Ladestopps abschätzen und mit einem Planer sparen
Für die Gesamtfahrzeit zählt nicht die Spitzenladeleistung, sondern wie stabil die Ladekurve zwischen 10 und 80 Prozent bleibt. Der ADAC misst, wie viel Reichweite ein Auto in 20 Minuten nachlädt: Spitzenmodelle wie der Mercedes CLA holen über 500 km in 20 Minuten, schwächere Modelle deutlich weniger. Ein Auto ab rund 600 km Gesamtreichweite inklusive eines 20-Minuten-Stopps gilt als langstreckentauglich. So schätzen Sie die Fahrzeit grob: reine Fahrzeit plus pro Stopp etwa 20 bis 30 Minuten am HPC, plus Reserve für besetzte oder gestörte Säulen. Ein Routenplaner wie der von IONITY oder die Bordnavigation rechnet Ladestopps, Akkustand bei Abfahrt und Ankunft sowie Vorkonditionieren ein. Jornee sortiert mögliche Stopps zusätzlich nach echtem Umweg von Ihrer Route, statt nur Luftlinie zu zeigen. So vermeiden Sie Abfahrten, die mehrere Kilometer kosten, und halten die Gesamtfahrzeit kurz.
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Eine App, vier Fahrmodi. Du wählst, Jornee filtert.
Wechsle zwischen PKW, LKW, Motorrad oder E-Fahrzeug. Die Karte zeigt nur Stops, die zu deinem Fahrzeug passen: LKW-geeignete Raststätten, Ladesäulen mit dem richtigen Stecker, Höhen- und Gewichtsbeschränkungen inklusive.
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