MCS: Megawattladen für Elektro-Lkw an der Autobahn

Wer einen E-Lkw über lange Strecken fährt, muss wissen, wo MCS schon steht und warum CCS dafür nicht reicht.

Für PKW, LKW, Motorrad und E-Fahrzeug

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Megawatt Charging System (MCS): das Schnellladen für E-Lkw

Das Megawatt Charging System, kurz MCS, ist der neue Ladestandard für Elektro-Lkw und schwere Nutzfahrzeuge. Der Standard wird seit 2018 entwickelt; den heutigen Stecker stellte die Initiative CharIN im Juni 2022 auf der EVS35 in Oslo vor. Technisch baut MCS auf dem Combined Charging System (CCS) auf, erlaubt aber bis zu 3,75 MW bei maximal 1250 V und 3000 A. Wer mit dem E-Lkw plant, sollte megawatt charging system und CCS klar auseinanderhalten: MCS nutzt einen eigenen Stecker mit dreieckiger Geometrie und sieben Kontakten nach Norm IEC 63379, der sich vom CCS-Combo-2-Stecker des Pkw unterscheidet.

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MCS oder CCS: das gehört an welches Fahrzeug

CCS lädt Pkw an der Gleichstrom-Säule mit Strömen bis 500 A. MCS hebt das auf bis zu 3000 A an und zielt auf Sattelzüge, die in der gesetzlichen Lenkpause von 45 Minuten genug Reichweite nachladen müssen. Den vollen 3,75-MW-Rahmen ruft 2026 noch kein Serien-Lkw ab: Die ersten Säulen ab 2025 liefern maximal 1500 A, mit verbreiteter 800-Volt-Technik kommen Lkw so auf rund 1200 kW. Der MCS-Stecker hat eine dreieckige Geometrie mit sieben Kontakten und folgt der Norm IEC 63379.

MerkmalCCSMCS
Max. Leistungbis ca. 400 kWbis 3,75 MW (1250 V, 3000 A)
FahrzeugtypPkw und leichte NutzfahrzeugeE-Lkw und Schwerlastfahrzeuge
SteckerCCS Combo 2, bis 500 AMCS, dreieckig, bis 3000 A
Verfügbarkeitflächendeckend an Autobahnenerste öffentliche Säule seit 2025
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Megawatt laden an der Autobahn: Lipperland Süd an der A2

Die erste öffentliche MCS-Ladestation Deutschlands ging Ende September 2025 an der Rastanlage Lipperland Süd an der A2 bei Bielefeld in Betrieb. Sie gehört zum Forschungsprojekt HoLa (Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr), das das Bundesministerium für Verkehr mit rund 10 Millionen Euro fördert; der Ladepunkt leistet bis zu 1,2 MW. HoLa baut an mehreren Standorten entlang der A2 Hochleistungsladepunkte auf. Das geplante Lkw-Schnellladenetz entlang der Bundesautobahnen soll rund 4.200 Ladepunkte an 350 Standorten umfassen. Wer megawatt laden autobahn sucht, findet hier den realen Anfang.

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Schnell-laden
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Häufig gestellte Fragen

Was ist das Megawatt Charging System (MCS)?
MCS ist der Ladestandard für Elektro-Lkw und schwere Nutzfahrzeuge. Er baut technisch auf CCS auf, erlaubt aber bis zu 3,75 MW bei maximal 1250 V und 3000 A. So lädt ein Sattelzug in der gesetzlichen Lenkpause von 45 Minuten genug Reichweite für die Weiterfahrt nach.
Was ist der Unterschied zwischen MCS und CCS?
CCS ist der Standard für Pkw und leichte Fahrzeuge mit Gleichstrom bis 500 A. MCS zielt auf E-Lkw und liefert bis zu 3000 A über einen eigenen, dreieckigen Stecker mit sieben Kontakten nach IEC 63379. Er unterscheidet sich vom CCS-Combo-2-Stecker des Pkw.
Wo kann man in Deutschland schon per MCS laden?
Die erste öffentliche MCS-Säule steht seit Ende September 2025 an der Rastanlage Lipperland Süd an der A2 bei Bielefeld. Sie ist Teil des Forschungsprojekts HoLa und leistet bis zu 1,2 MW. Weitere HoLa-Standorte und das geplante Autobahn-Schnellladenetz folgen schrittweise.
Wie schnell lädt ein E-Lkw mit MCS?
Die ersten öffentlichen Säulen ab 2025 liefern maximal 1500 A; mit verbreiteter 800-Volt-Technik erreichen Lkw so rund 1200 kW. Ziel von HoLa ist, in der 45-minütigen Lenkpause genug für mehrere hundert Kilometer nachzuladen. Den vollen 3,75-MW-Rahmen ruft 2026 noch kein Serien-Lkw ab.
Wie viele MCS-Ladepunkte sind in Deutschland geplant?
Das geplante Lkw-Schnellladenetz entlang der Bundesautobahnen soll rund 4.200 Ladepunkte an 350 Standorten umfassen. Die Erfahrungen aus dem HoLa-Projekt an der A2 fließen direkt in Standortwahl, Netzanschluss und rechtliche Klärung dieses Netzes ein.