Ladesäulen und Schnelllader auf der Autobahn: vor der Abfahrt planen

Plane vor der Abfahrt, an welcher Raststätte ein Schnelllader auf deiner Route liegt, statt unterwegs zu suchen.

Für PKW, LKW, Motorrad und E-Fahrzeug

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Wie Schnellladen an der Autobahn funktioniert

Pkw laden an der Autobahn über den europäischen Standard CCS (Combined Charging System). Entscheidend ist die Ladeleistung: HPC-Säulen (High Power Charging) liefern ab 150 kW aufwärts, an der Autobahn meist bis 300 oder 350 kW. Der ADAC empfiehlt mindestens 150 kW, damit eine Ladepause sinnvoll kurz bleibt, also nicht länger dauert als eine Rast. Ein passendes Auto kommt dann in 20 bis 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt aber vom Fahrzeug ab: Ein 800-Volt-Auto wie ein Hyundai Ioniq 6 oder ein Porsche Taycan schöpft eine 350-kW-Säule weit besser aus als ein 400-Volt-Modell. Wer eine Route plant, schaut deshalb weniger auf die maximale Säulenleistung und mehr darauf, welche Ladepunkte am Korridor liegen.

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Die Ladenetzwerke an deutschen Autobahnen

An deutschen Autobahnen teilen sich einige große Anbieter die Schnellladepunkte, und ihre Karten überlappen sich an den großen Raststätten. EnBW betreibt nach eigenen Angaben das größte Schnellladenetz Deutschlands, IONITY sitzt als herstellerübergreifendes Joint Venture gezielt an den Fernkorridoren, und Tesla hat seine Supercharger seit 2022 auch für Nicht-Tesla mit CCS geöffnet. Die Tabelle nennt die maximale Leistung und den Schwerpunkt der wichtigsten Netze, die Zahlen sind Höchstwerte, nicht das, was jedes Auto zieht.

NetzwerkMax. LeistungSchwerpunkt
EnBW mobility+bis 400 kWGrößtes Schnellladenetz Deutschlands
IONITYbis 350 kWHerstellerübergreifend, an Fernkorridoren
Fastnedbis 400 kWEigene Stationen mit Solardach
Tesla Superchargerbis 250 kW (V3)Seit 2022 auch für Nicht-Tesla per CCS
Aral pulsebis 350 kWBP-Eigenmarke, stark an Autobahn-Raststätten vertreten
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Deutschlandnetz und die Routenplanung

Damit auch abseits der Ballungsräume genug Säulen stehen, vergibt der Bund über das Deutschlandnetz rund 1.000 Standorte mit insgesamt 4.000 geplanten neuen Ladepunkten. Das erklärte Ziel: Von jedem Punkt auf einem deutschen Autobahnkorridor soll man innerhalb von zehn Minuten eine freie HPC-Säule erreichen. Für die Praxis heißt das: Es geht weniger um die Frage, ob es einen Lader gibt, sondern welcher am wenigsten Umweg von deinem Korridor kostet. Jornee sortiert die Ladestopps nach echtem Umweg in Minuten, nicht nach Luftlinie, damit der Halt zur Strecke passt.

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Was kostet das Laden an der Autobahn?

Die Preise variieren je nach Netzwerk und Tarif erheblich. Ohne Vertrag (Ad-hoc) zahlt man bei Fastned in Deutschland derzeit rund 0,69 Euro pro kWh (Fastned berechnet je Land), mit dem Gold-Abo für 11,99 Euro im Monat (aktuell 5,99 Euro bis August 2026) sinkt der Preis rund 30% auf etwa 0,48 Euro. EnBW bietet mit dem Tarif mobility+ ähnliche Abstufungen, bei IONITY kostet Ad-hoc mehr; die Abos Power (11,99 Euro/Monat, ca. 0,41 Euro) und Motion (5,99 Euro/Monat, ca. 0,51 Euro) senken den Preis. Tesla-Supercharger sind für Tesla-Fahrzeuge oft günstiger als für Fremdmarken per CCS. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, vergleicht die Abo-Modelle der Netze auf der eigenen Hauptroute, denn ein paar Cent Unterschied pro kWh summieren sich über ein Jahr auf merkliche Beträge.

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Wechsle zwischen PKW, LKW, Motorrad oder E-Fahrzeug. Die Karte zeigt nur Stops, die zu deinem Fahrzeug passen: LKW-geeignete Raststätten, Ladesäulen mit dem richtigen Stecker, Höhen- und Gewichtsbeschränkungen inklusive.

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  • E-Auto · 350 kW
  • Motorrad
  • LKW
Netzwerke
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Ionity, EnBW, Aral Pulse, Tesla
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350kW
HPC-Säulen
LKW-Stopps
4+
Bewachte Übernachtungs-Plätze
Live-Stopps
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Nach Umweg-Minuten sortiert
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Häufig gestellte Fragen

Welche Ladenetzwerke gibt es an deutschen Autobahnen?
An den Fernkorridoren teilen sich vor allem EnBW, IONITY, Fastned, Aral pulse und Tesla die Schnellladepunkte. EnBW betreibt nach eigenen Angaben das größte Schnellladenetz Deutschlands, IONITY sitzt als herstellerübergreifendes Joint Venture gezielt an den Autobahnen, und Tesla hat seine Supercharger seit 2022 auch für Nicht-Tesla-Fahrzeuge mit CCS-Stecker geöffnet.
Wie schnell laden HPC-Säulen an der Autobahn?
HPC-Säulen (High Power Charging) liefern ab 150 kW aufwärts, an der Autobahn meist bis 300 oder 350 kW. Damit kommt ein passendes Auto in rund 20 bis 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Die tatsächliche Geschwindigkeit hängt aber vom Fahrzeug ab: Ein Auto mit 400-Volt-Bordnetz kann eine 350-kW-Säule nicht voll ausschöpfen, ein 800-Volt-Auto dagegen schon eher.
Was kostet das Laden an der Autobahn?
Die Kosten hängen vom Netzwerk und Tarif ab. Ad-hoc ohne Vertrag kostet bei Fastned in Deutschland aktuell rund 0,69 Euro pro kWh, mit dem Gold-Abo (11,99 Euro/Monat, aktuell 5,99 Euro bis August 2026) etwa 0,48 Euro. EnBW, IONITY und Aral pulse bieten ähnliche Abstufungen zwischen Ad-hoc und Abonnement. Bei einer typischen Ladung von 40 kWh fallen Ad-hoc rund 26 bis 32 Euro an, mit Abo-Tarif oft 17 bis 22 Euro. Tesla-Supercharger sind für Tesla-Fahrzeuge meistens günstiger als für Fremdmarken per CCS-Adapter.
Was ist das Deutschlandnetz?
Das Deutschlandnetz ist ein Förderprogramm des Bundes, das rund 1.000 Standorte für Schnellladen ausschreibt, um Lücken im Netz zu schließen. Ziel ist, dass kaum jemand mehr als wenige Minuten bis zum nächsten Schnelllader fahren muss, gerade auch abseits der großen Städte und entlang der Fernstraßen.
Können auch E-Lkw an diesen Säulen laden?
Die meisten Autobahn-Schnelllader sind auf Pkw mit CCS ausgelegt. Für schwere E-Lkw entsteht mit dem Megawatt Charging System (MCS) ein eigener Standard mit deutlich höherer Leistung; erste öffentliche MCS-Punkte sind 2025 in Deutschland in Betrieb gegangen. Bis das Netz dicht ist, nutzen leichtere E-Nutzfahrzeuge weiterhin die CCS-Säulen an den Raststätten.